Der Great Britain Outrigger (Verband) lud zur Mitte Mai zur 1. Va'a Sprint-Europameisterschaft ein. Beste Bedingungen auf dem Dorney Lake westlich von London sorgten für spannende und hochklassige Sprint-Rennen im Va'a 1er (V1) und Va'a 6er (V6). Dies war die erste Europameisterschaft über die Sprint-Distanzen. Es wurden in den V1 und den V6 Rennen über 500 m gefahren. Für die V6 gab es darüber hinaus Rennen über 1000 m und 1500 m, die als Wendenrennen auf einem 250 m-Kurs ausgetragen wurden.
Das deutsche Team, mit starker hessischer Beteiligung, konnte hier mit herausragenden Leistungen in allen Boots- und Altersklassen überzeugen.
Christiane Pape (FRVS Frankfurt) sicherte sich im V1 einen hervorragenden 3. Platz in der Open-Damen Klasse (2:48.14) und einen 2. Platz bei den Master 40 (2:42.67). Florian Späth (FRVS Frankfurt) überzeugte mit einer Bronzemedaille bei den Open Herren (2:25.52) und der Goldmedaille bei den Master 40 (2:28.86). Sein Vereinskollege André Niemann (FRVS Frankfurt) gewann Silber bei den Master 40 (2:29.37). Bei den Master 50 Herren errangen Lars Littfin (FRVS Frankfurt, 2:28.83) und Heiko Bütehorn (HKC Hannover, 2:29.58) Silber und Bronze. Thomas Grimmer (OSC Ladenburg) sicherte sich bei den Master 60 Herren die Silbermedaille (2:34.99).
Am zweiten Tag standen die Mannschaftswettbewerbe im V6 auf dem Programm. Hier zeigten die deutschen Teams ihre Stärke und Teamharmonie. Das deutsche Elite-Boot musste sich im Elite Open V6 500 m nur knapp mit 0,8 Sekunden dem britischen Team geschlagen geben und erreichte Platz 2 (2:00.00).
Die Frankfurter dominierten die Konkurrenz: Sowohl das Mixed-Team als auch die Master 40 Herren siegten über die 500 m-Strecke (2:03.92 bzw. 2:04.02) und das 1000 m-Wendenrennen (5:26.66 bzw. 5:35.98).
Das insgesamt erfolgreiche Abschneiden über alle Boots- und Altersklassen hinweg war eine starke Präsentation der deutschen Outrigger-Szene.
„Besonders stolz sind wir natürlich, dass insbesondere die Frankfurter Sportlerinnen und Sportler einen bedeutenden Anteil an dieser durchweg hochklassigen Leistung und Erreichung der Podiumsplätze tragen“ so Lars Littfin, Sportler, Trainer und Referent Outriggerkanusport im HKV. Die Wettkämpfe dienten zudem als wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zu den Sprint-Weltmeisterschaften im August in Singapur.
Text: Florian Späth/ Lars Littfin
Fotos: FRVS 1898
