Der Kanu-Freestyle Worldcup fand in diesem Jahr an zwei Austragungsorten statt. Nach dem ersten Lauf in Millau (Frankreich) fand der zweite Lauf im polnischen Krakau statt. Dieser Wettkampf war dann auch gleichzeitig das Finale, bei dem beide Wertungen zusammen gerechnet wurden.
Nach einer ca 1000 km langen Anfahrt nach Krakau bereitete sich Sebastian Nelle, als einziger Starter aus Limburg im Deutschen Nationalteam, eine Woche intensiv im Trainingslager auf die Wettkämpfe vor.
Dazu boten sich die offenen polnischen Meisterschaften an, die zuvor stattfanden. Hier zeigte er schon mal seine aktuelle Topform und belegte in der Klasse der geschlossenen Canadier souverän den 1. Platz mit einem deutlichen Punktevorsprung.
Zurück zum Worldcup in Krakau: Sebastian zeigte in der Klasse der geschlossenen Canadier bereits in der Vorläufen, dass er einen Podestplatz fest im Blick hat und erreichte mit dem drittbesten Resultat einen sicheren Finalplatz. Im Finallauf konnte er nochmal eine Schippe drauflegen und holte souverän die Silbermedaille hinter dem aktuellen Weltmeister Tom Dolle aus Frankreich.
Seine zweite Freestyle Disziplin ist die Kategorie der offenen Kanadier. Diese ist besonders herausfordernd, da das Boot während des Wettkampfes bis zu 40l Wasser aufnehmen kann. Dadurch ändert sich das Verhalten grundlegend, worauf der Sportler sich spontan einstellen muss. Hier lies Sebastian der Konkurrenz keine Chance, zeigte „Moves“, die vor wenigen Jahren noch als unmöglich im offenen Kanadier galten, und holte sich souverän die Goldmedaille.
In der Gesamtwertung des Kanu-Freestyle Worldcups 2026 wurden die Ergebnisse vom ersten Wettkampf in Millau und den Krakauer Ergebnissen zusammengerechnet. Hier erreichte Sebastian Platz 3, also die Bronzemedaille.
Insgesamt also für Sebastian Nelle ein äußerst erfolgreicher Worldcup 2026 mit einer Goldmedaille, einer Silbermedaille und einer Bronzemedaille in der Gesamtwertung. Damit nicht genug. Sebastian ist aktuell Deutscher Meister im offenen und geschlossenen Kanadier. Für ihn insgesamt ein sehr erfolgreiches Jahr 2026.
Text: Holger Lenz
Foto: Sebastian Kork
