Bei den 8. Deutschen Langstrecken Meisterschaften im Oceansport schrieb der Frankfurter Ruder- und Kanusportverein Sachsenhausen (FRVS) Geschichte. Im Rahmen des Hawaiian Sports Festival, am letzten Juni Wochenende in Rerik an der Ostsee, überzeugen die Frankfurter in verschiedenen Disziplinen.
Mit einer Goldmedaille im Mixed-V6 und einem überzeugenden 1. Platz im Va’a-Einer sicherte sich das Team nicht nur zwei Siege, sondern unterstrich damit auch seine bedeutsame Rolle im deutschen Outrigger-Sport. Die extremen Bedingungen – Hitze und kaum Wellen – machten die Rennen zu einer echten Herausforderung, doch die Frankfurter Athleten zeigten Klasse, Ausdauer und taktische Brillanz.
Frankfurter Mannschaft dominiert über 22 Kilometer
Im Rennen der Mixed-V6-Boote gingen für den FRVS 1898 e. V. Florian Späth, André Niemann, Matthias Belitz, Lars Littfin, Christiane Pape und Gaby Dieckmann an den Start. Die 22 Kilometer lange Strecke führte durch das Salzhaff bei Rerik, rund um die Halbinsel Wustrow und zurück auf der Ostsee.
Bereits kurz nach dem Start übernahmen die Frankfurter die Führung und setzten sich von ihren stärksten Konkurrenten aus Duisburg und Prenzlau ab. Trotz schwieriger Bedingungen mit großer Hitze hielten sie das Tempo konstant hoch. Im Ziel hatten sie ihren Vorsprung souverän verteidigt und sicherten dem hessischen Verein erstmals den Deutschen Meistertitel im Mixed-V6 Auslegerkanu.
Einzelstarter: Gold und Bronze für Frankfurt
Neben den Mannschaftserfolgen glänzten die Frankfurter auch in den Einzelwettbewerben.
In der in Deutschland noch jungen Disziplin des Va’a Einer (Auslegerkanu ohne Fußsteuer) konnten die „Adler vom Main“ einen weiteren 1. Platz verbuchen.
Florian Späth vom FRVS (Frankfurt) erreichte vor seinen Kontrahenten Torben Kuhlmann vom WSV Niederrhein (Duisburg), Daniel Wesolowski vom Wassersportverein Zechlin und Matthias Belitz vom SCBG (Berlin) den Strand und sprintete zum Sieg. Auch wenn dies nicht in die DM Titelwertung mit einfließt, so haben die Teilnehmer doch eine gute Standortbestimmung und ihre Empfehlung für die anstehenden IVF World Sprints Championships Mitte bis Ende August in Singapore gesetzt.
Die Wertung zum Titel in der DM erfolgt, wenn mindestens 5 Teilnehmer/Mannschaften aus 3 unterschiedlichen Vereinen an den Start gehen. Dies konnte beim Va’a Einer nicht eingehalten werden, weshalb der 1 Platz nicht minder hart erarbeitet war, es jedoch in diesem Fall zu keinem offiziellen DM Titel kommt.
Christiane Pape vom FRVS (Frankfurt) erarbeitete sich im OC-1er über dieselbe Distanz einen Podiumsplatz. Pape kämpfte sich in der Damen-Wertung auf den 3. Platz und holte damit Bronze hinter Simone Ahrens (Hannover) und Lara Ehlis (Wuppertal).
Starkes Zeichen für die Weltmeisterschaft
Mit zwei Siegen, einer Silber- und Bronzemedaille und weiteren Top-Platzierungen präsentierte sich der FRVS aus Frankfurt als eines der erfolgreichsten Teams der Meisterschaft. Die Ergebnisse sind zugleich ein vielversprechendes Signal für die Sprint-Weltmeisterschaften Ende August in Singapur, bei denen mehrere Frankfurter Athleten erneut auf internationaler Bühne antreten werden.
Ergebnisübersicht für den FRVS
Klasse Mixed V6 (22km): 1. Platz für Späth, Niemann, Belitz, Littfin, Pape, Dieckmann
Open Men Va’a 1 (18km): 1. Platz für Floria Späth
Open Women OC 1 (18km): 3. Platz für Christiane Pape
Masters Women OC 1 (18km): 2. Platz für Christiane Pape
Masters 50 Men OC 1 (18km): 5. Platz für Lars Littfin
Text: Florian Späth/Lars Littfin, FRVS 1898
Fotos: Matthias Belitz
