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Erste gemeinsame Regatta von Drachenboot und Kanurennsport

Den Gedanken gab es schon länger. Warum, so dachten einige, soll man nicht eine gemeinsame Regatta für Kanurennsportler und Drachenbootpaddler veranstalten? Auch Dr. Günter Renschin liebäugelte schon länger mit diesem Plan. Dass dieser nun verwirklicht werden konnte, lag an zweierlei: zum einen wurde der 2. Vorsitzende des Wassersport Vereins Schierstein darum gebeten, in diesem Jahr den traditionellen ESWE-Cup für Drachenbootpaddler auszurichten. Darüber hinaus war man im Lager der Kanu-Rennsportler schon länger auf der Suche nach einem Veranstalter für die hessischen Schülermeisterschaften. Und schon war die Allianz der beiden Sportarten geschmiedet. „Eine solche gemeinsame Regatta gab es bisher wohl noch nicht“, kann sich Renschin jedenfalls nicht an eine vergleichbare Veranstaltung erinnern.

 

Keine Frage, der 27. September, an dem diese Regatta nun stattfand, war ideal. Der 12. ESWE-Cup hatte zu diesem Herbsttermin schon Tradition, bot den zahlreichen Drachenboot-Teams letztmals die Gelegenheit sich sportlich zu messen. Und der Nachwuchs der Kanu-Rennsportler, der vielfach erst in dieser Saison mit dieser Sportart begonnen hatte, konnte erste Erfahrungen auf einer Regatta sammeln. So etwas bezeichnet man auf Neudeutsch wohl als Win-Win-Situation. „Wir konnten uns gleich einigen“, stand für Dr. Günter Renschin schnell fest, dieses Experiment zu wagen. Und das Ergebnis gab allen recht. 21 Drachenboot-Teams und über 80 hessische Nachwuchs-Kanuten aus acht Vereinen gaben sich schließlich im Schiersteiner Hafen ein Stelldichein. Die Organisationsteams beider Veranstaltungen fanden schnell zueinander, so dass alles reibungslos über die Bühne ging. „Alles hat wie am Schnürchen geklappt“, freute sich Renschin. Selbst die Tatsache, dass die Kanuten aus Kassel wegen eines Staus auf der Autobahn mit ziemlicher Verspätung in Schierstein ankamen, stellte kein allzu großes Problem dar.

Zum sportlichen Aspekt: Bei den Kanu-Rennsportlern dominierten erwartungsgemäß die Paddler aus Lampertheim und Kassel. Alle Schüler mussten dabei – wie vom Deutschen Kanu-Verband vorgeschrieben – einen Kanumehrkampf absolvieren. Dieser bestand aus dem 500-Meter-Rennen im Einerkajak, einer Laufstrecke entlang des Schiersteiner Hafens über 1.200 Meter und einem Geschicklichkeits-/Athletikkomplex, der in der Sporthalle der Schiersteiner Erich-Kästner-Schule absolviert werden musste. Das Credo des Kanu-Verbandes ist klar: in diesem Alter soll noch die allgemeine sportliche Ausbildung im Mittelpunkt stehen. Die Drachenbootpaddler starteten derweil bei den Sport-Teams und den Fun-Teams in 18 Rennen im Standardboot mit 20 Paddlern über die 200 und 2.000 Meter-Distanz und im Kurzboot mit 10 Paddlern über 200- und 1.000 Meter. Eine stimmungsvolle Siegerehrung rundete einen ungewöhnlichen Event ab. „Dragonboat meets Canoeracing“, diese neue Formel dürfte sicherlich Nachahmer finden.

Ergebnisse:

Kanurennsport:

Kanumehrkampf: Schüler A, AK13: 1. Merlin Treuer (KT Hessen(KTH), 2. Timothy Blair (KV Ginsheim-Gustavsburg(KVGG), 3. Pascal Bürgel (WV Schierstein (WVS). AK12: 1. Simon Specht, 2. Yannick Bauer (beide WSV Lampertheim (WSVL), 3. Gregor Carmesin (WVS). Schüler B, AK11: 1. Lukas Schühle (WSVL), 2. Janne Ole Wermter (SKC Giessen (SKCG), 3. Janek Soballa (WSVL). AK10: 1. Tom Ackermann (SKCG), 2. Luan Leon Martinez, 3. Johannes Kriesel (beide WVS). Schüler C, AK9: 1. Tim Schütz, 2. Valentin Eckkramer, 3. Jannik Klos (alle KC Lampertheim (KCL). AK8: 1. David von Allwörden (WSVL), 2. Knut Helmold (KVGG), 3. Matheo Herrman (WSVL). Schülerinnen A, AK14: 1. Julia Horle (KTH), 2. Patricia Herrman (WSVL), 3. Marielle von Waldenfels (KTH). AK13: 1. Lisa Forg (WSVL), 2. Maya Schmidt (WVC Kassel (WVCK), 3. Leonie Birnstengel (KCL). Schülerinnen B, AK12: 1. Sarah Bauer (WSVL), 2. Elin Rößeling, 3. Rieke Rienäcker (beide WVCK). AK11: 1. Paula Maurer, 2. Michelle Kraus, 3. Anne Hasselwander (alle KCL). AK10: 1. Franka Thierfeld (WSVL), 2. Mira Hammer (WVS), 3. Mareike Bitz (KVGG). AK9: 1. Lilly Blair (KVGG), 2. Mae Pelling, 3. Sina Kretschmer (beide WVS). AK8: 1. Zoe Blair (KVGG), 2. Shajenne Rasel. AK7: 1. Fabienne Allinger (beide WVS).

Zweierkajak: Schüler A, 200m und 500m: 1. Treuer/Schönknecht, 2. Bär/Tascou (beide KTH).

Schülerinnen A, 200m: 1. Forg/Herrman (WSVL), 2. Hörle/von Waldenfels (KTH),

3. Reichert/Custodis (WSVL). 500m: 1. Forg/Herrman (WSVL), 2. Hörle/von Waldenfels (KTH), 3. Rößeling/Schmidt (WVCK). Schüler B, 500m: 1. Bauer/Specht, 2. Gräf/Schühle, 3. Soballa/Brechenser (alle WSVL). Schülerinnen B, 500m: 1. Kraus/Maurer (KCL), 2. Bauer/Thierfeld (WSVL), 3. Rienäcker/Rößeling (WVCK).

Viererkajak: Schüler B, 500m: 1. Bauer/Brechenser/Soballa/Specht, 2. Gräf/Schühle/Brechenser/Klohse (beide WSVL), 3. Lorenz/Martinez/Schmidt/Vollradt (WVS).

Schülerinnen B, 500m: 1. Kraus/Maurer/Metz/Ültzhöfler (KCL), 2. Bornmann/Rößeling/Rienäcker/Rößeling (WVCK), 3. Hammer/Kretschmer/Pelling/Allinger (WVS).

Drachenboot:

Standardboot: Fun-Team 200m: 1. KfM Moodrachen Mainz 2. PGA Drachen Amöneburg 3. Glyco Drachen Schierstein; Sport-Team 200m: 1911er Lahndrachen Marburg 2. Synchronstecher Mainz, SKC Saarwölf Saarbrücken

Kurzboot: Fun-Teams 200m: R+V Dragons Wiesbaden, 2. Rheinpiraten Mannheim, 3. RG High Score/BiBer Wiesbaden; Sport-Teams: 1.Wilde Hassianer Gießen, 2. Rheingauner Paddelholics WV Schierstein, 3. VGF Dragons Frankfurt;

Kurzboot 1.000m: Sportteams: 1. Wilde Hassianer, 2. VGF Dragons, 3. Glyco Dragons.

Funteams: 1. Rhein-Neckar-Dragons Mannheim, 2. Rheinpiraten Mannheim, 3. R+V-Dragons.

Standardboot: 2.000m: Sportteams: 1. Rheingauner Youngstars WV Schierstein, 2. Synchronstecher, 3. SKC Saarwölfe. Fun-Teams: 1. 1911er Lahndrachen, 2. KFM Moodrache, 3. Rhein-Neckar-Dragons.

Kanurennsport: Ergebnisse des WV Schierstein

Kanumehrkampf: Schüler A, AK13: 3. Pascal Bürgel. AK12: 3. Gregor Carmesin, 6. Joshua Schmidt. Schüler B, AK11: 6. Fabricio Vollradt. AK10: 2. Luan Leon Martinez, 3. Johannes Kriesel, 5. Daniel Bürgel, Arne Lorenz. Schüler C, AK8: 4. Nevio Steinmetz. Schülerinnen B, AK10: 2. Mira Hammer. AK9: 2. Mae Pelling, 3. Sina Kretschmer. AK8: 2. Shajenne Rasel. AK7: 1. Fabienne Allinger.

Zweierkajak: Schüler B, 500m: 6. Schmidt/Vollradt. Schülerinnen B, 500m: 6. Kretschmer/Hammer. Schüler A, 200m + 500m: 2. Bär (WVS)/Tascou (KT Hessen).

Viererkajak: Schüler B, 500m: 3. Lorenz/Martinez/Schmidt/Vollradt, 4. Bürgel/Kriesel/Krawczyk/Carmesin. Schülerinnen B, 500m: 3. Hammer/Kretschmer/Pelling/Allinger.

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Es lohnt sich, im Kanu-Club dabei zu sein: Informationen über attraktive Touren, persönliche Erfahrungen zu Booten und Ausrüstung, Teilnahme an Fahrten oder auch einfach nur mit Freunden paddeln – die Zugehörigkeit zum Kanu-Club bietet zahlreiche Vorteile!

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Kanufahren ist ganz einfach – wenn man genügend geübt hat. Natürlich kann man versuchen, sich das Kanufahren selbst beizubringen; dies ist aber die mühseligste Variante. Am Besten ist das Kanufahren im Verein zu erlernen.

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