KANU-WILDWASSER NEWS

Saalach wird zum "Goldfluss" für Hessenteam

Lofer im Salzburger Land hat touristisch einiges zu bieten: Wandern, Mountainbiken, Skifahren, u. v. m. – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und die Saalach bei Lofer hat sich in den letzten Jahren zu einem Kanu-Hochleistungs-Zentrum entwickelt. Wildwasser-Freizeitsportler, Slalom-Fahrer und Wildwasser-Rennsportler geben sich hier regelmäßig ein Stelldichein. Insbesondere die Natur-Slalomstrecke oberhalb des „Teufelssteg“ zieht die Paddler an und bietet auch den Zuschauern immer wieder atemberaubenden Wildwassersport. Heuer waren die Wildwasser-Rennsportler wieder am Zug und haben vom 08. 12.07.2015 ihre nationalen Titelkämpfe in einer traumhaft schönen Gegend ausgerichtet. Der Bayerische Kanu-Verband, allen voran Uwe Klessinger aus Passau war als Ausrichter der 61. Deutschen Meisterschaft aktiv und hat keine Mühen gescheut, beste Bedingungen für die Athleten aus 50 Vereinen in allen Altersklassen zu schaffen.

Über 70 Sportlerinnen und Sportler, Trainer und Betreuer konnten die hessischen Trainer und die 3 Landestrainer (Viktor Massini, Janina Piaskowski und Volker Seibel) für die diese Meisterschaften qualifiziert vorbereiten bzw. zur Unterstützung begeistern. Die Hessenzentrale war auf einem der schönsten Campingplätze des ganzen Saalachtales, dem Grubhof, untergebracht (http://grubhof.com). Seit vielen Jahren findet das HKV-Team hier optimale Unterstützung durch das Grubhof-Team. Am Mittwoch-Abend fand die Eröffnungsfeier auf dem Marktplatz in Lofer statt. Begrüßungsreden, die Ansprache des Vizepräsidenten Leistungssport im DKV – Jens Perlwitz – und eine zünftige Blasmusik, schufen einen würdigen Rahmen für diese Feier.

1. Tag – Klassik-Rennen

Dann sollte es endlich losgehen. Die Klassikrennen standen am Donnerstag an. Von 08.30 Uhr bis 19.30 Uhr wurden diese Rennen in allen Einzel- und Mannschaftsklassen ausgetragen. Eine Wahnsinnsanforderung an alle Sportler, Trainer und Betreuer und das Team der „Physios“ um Michael Franz vom Zentrum Mensch in Eichenzell (http://zentrummensch.de).

Doch der Aufwand sollte sich lohnen! Alle diese Medaillen wurden von den Hessischen Nachwuchsfahrern eingefahren:

 

Schüler Einer-Canadier: 2. Platz Konrad Eichenberg, KC Fulda

Jugend Einer-Canadier: 1. Platz Till Fladung, KC Fulda

Jugend Einer-Kajak: 1. Platz Christopher Massini, KC Fulda. 3. Platz Yannick Kroener, WS Wiesbaden

Jugend Einer-Kajak: 2. Platz Lisa Köstle, WS Wiesbaden

Schüler B Kajak-Einer: 1. Platz Nia Kroener, WS Wiesbaden

Schüler B Kajak-Einer: 3. Platz Timm Statzner, WS Wiesbaden

Schüler A Kajak-Einer: 3. Platz Christina Massini, KC Fulda

Junioren Einer-Canadier: 1. Platz Moritz Fladung, KC Fulda

Schüler- Team Kajak-Einer: 3. Platz Christina Massini – Christian Dajek – Daniel Gescher, KC Fulda

Jugend-Team Kajak-Einer: 2. Platz Michel Zentgraf – Tobias Heil – Christopher Massini, KC Fulda

 

2. Tag – Sprint-Rennen Schüler- und Jugendklassen

Am 2. Tag der Deutschen Kanu-Wildwassermeisterschaften im österreichischen Lofer schien die Sonne über Berg und Tal, aber in den Morgenstunden waren die Temperaturen noch niedrig. Doch die Saalach wurde einmal mehr zum „Goldfluss“ für die Hessen. Insgesamt 5 Gold-, 4 Silber- und 2 Bronzemedaillen „fischten“ die Athletinnen und Athleten um die Trainer Viktor Massini, Janina Piaskowski und Volker Seibel unter den Augen der zahlreichen Fans aus dem Wasser. Zum erfolgreichsten Sportler dieses Tages avancierte der Fuldaer Christopher Massini. Ganz souverän beherrschte er das Feld im Rennen der männlichen Jugend im Kajak-Einer. Er fuhr allen auf und davon und wurde mit einem Vorsprung von 1,6 Sekunden Deutscher Jugendmeister. Eine weitere Goldmedaille holte er mit seinem Mannschaftskameraden Till Fladung im Zweiercanadier der Jugend und Nummer 3 war das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung im Rennen der Kajak-Jugend, zusammen mit Tobias Heil und Michel Zentgraf.

Bestens aufgelegt zeigte sich auch die Wiesbadenerin Lisa Köstle. Sie hatte ihren krankheitsbedingten Trainingsrückstand gut weg gesteckt und musste sich mit einem Rückstand von 0,6 Sekunden nur der Brühlerin Verena Sülzer im Kajak der weiblichen Jugend geschlagen geben. Dass man mit den „Hessen-Mädels“ rechnen muss, bewiesen auch Nele Treutel aus Kelsterbach und Nia Kroener aus Wiesbaden. Sie waren in ihren Kajaks bei den weiblichen Schülern B pfeilschnell unterwegs und fuhren auf die Plätze 2 und 3. Dem wollte Timm Statzner aus Wiesbaden nicht nachstehen und kam auf Rang 3 in der männlichen Schüler-B-Klasse. Ganz spannend machte es Christina Massini im Rennen der A-Schülerinnen. Im ersten Lauf landete sie ganz knapp auf Platz 2. Dann lies sie sich aber die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und glänzte mit einer Fabelzeit im 2. Lauf. Mit einem Vorsprung von 0,11 Sekunden holte sie sich den nationalen Titel vor Juno Eberl aus Brühl. Gut aufgelegt zeigten sich auch Till Fladung (Fulda) mit Platz 1 im Einer-Canadier der Jugendlichen und Jasper Zentgraf (Fulda) mit Platz 2 im Rennen der Jüngsten, der C-Schüler im Einer-Kajak. Die Silbermedaille bei den Schüler-Team-Wettkämpfen für Christina Massini, Christian Dajek und Daniel Gescher (Fulda) war der krönende Abschluss des 2. Wettkampftages.

3. Tag – Sprint-Rennen Junioren- und Leistungsklassen

Die Titelkämpfe im Sprint der Junioren- und Leistungsklassen wurden auf der Slalomstrecke zwischen Hubertussteg und Teufelssteg ausgetragen. Eine tolle Naturstrecke mit vielen tückischen Hindernissen; manche Titelhoffnungen gingen in den Fluten der Saalach unter. Nicht aber die des Fuldaer Canadier-Spezialisten Moritz Fladung (Junioren-Klasse), der in Kürze zur Junioren-WM nach North Carolina fliegen wird. Er hatte sich im Rahmen des HKV-Trainingslagers sehr konzentriert vorbereitet und zusammen mit seinen Trainern und seinem Physio den letzten Schliff für das Rennen geholt. Er ging beherzt an den Start, setzte alles auf eine Karte und fuhr ins Finale. Auch dieses konnte er für sich entscheiden und eine Goldmedaille holen.

Im Rennen der Junioren im Einer-Kajak waren Christopher Massini (Fulda) und Yannick Kroener (Wiesbaden) die einzigen Hessen am Start. Der Fuldaer Moritz Zentgraf hatte sich verletzt und verzichtet aufgrund der anstehenden Junioren-WM auf einen Einsatz in Lofer. Massini holte sich im Finale die Bronzemedaille, Kroener wurde 8. In der Herren-Leistungsklasse schaffte es nur Aaron Reith bis ins Finale. Der Junioren-Europameister des letzten Jahres landete auf Platz 9; ein toller Erfolg im ersten Herrenjahr.

Ganz spannend verliefen die Teamwettkämpfe auf der Sprint-Strecke. Die Einzelzeiten deuteten darauf hin, dass es viele Kopf-an-Kopf-Entscheidungen geben würde. So auch im Herren-Kajak-Einer-Rennen. Die Fuldaer Mannschaft mit Aaron Reith, Joshua Piaskowski und David Piaskowski hatte einen Top-Startplatz am Ende des Feldes. Sie hatten sich eine ganz besondere Startvariante ausgedacht, die augenscheinlich viele Vorteile hatte. Mit einer hervorragenden Taktik landeten die Osthessen im ersten Lauf mit einem minimalen Rückstand auf Platz 2, hinter dem RKC Köln. Die Goldmedaille vor Augen, ließen sie es im 2. Lauf richtig krachen - am Sprung wurde Bestzeit signalisiert. Doch dann machte der jüngere Piaskowski einen Fehler und wurde in der Walze von seinen Mannschaftskameraden „überfahren“. Aus der Traum vom Titelgewinn und zum Schluss auch noch Silber verloren. Das Team von Blau-Weiß Köln verbesserte sich im 2. Lauf und zog mit einem hauchdünnen Vorsprung von 5/100-stel Sekunden an den Fuldaern vorbei.

Bilanz

Die Hessischen Landestrainer können eine sehr positive Bilanz ziehen. Insbesondere in den Nachwuchsklassen zeigten ihre Athleten sehr engagiert, wo der „Hessen-Hammer“ hängt. Das machte sich auch im Medaillenspiegel bemerkbar. Fulda landete auf Platz 2, mit 7 Gold-, 3 Silber- und 4 Bronzemedaillen. Unschlagbar war einmal mehr das Team der FF Brühl, das 9 Gold-, 5 Silber- und 3 Bronzemedaillen einfuhr. Alle Ergebnisse gibt es unter http://kanu-wildwasser.de

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