VERBANDS NEWS

Verband unter neuer Führung

Am letzten Sonntag wählten die Delegierten und Vereinsvertreter, anlässlich des Hessischen Kanutages in Alsfeld, Christian Rose (Kanu-Club Darmstadt) zum neuen Präsidenten des Hessischen Kanu-Verbandes (HKV). Unter den Augen des Präsidenten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) Thomas Konietzko erlebten die Anwesenden einen spannenden Hessischen Kanutag mit vielen Höhepunkten. 

Foto: Obere Reihe (vlnr): Christian Rose, Helmut Scholze, Nicole Ullrich, Thomas Sommer, Helmut Befort: Mittlere Reihe (vlnr): Jens Perlwitz, Dirk Laun, Thomas Konietzko. Unten: Petra Schellhorn. 

Der scheidende Präsident des Hessischen Kanu – Verbandes, Jens Perlwitz, machte in seiner Eröffnungsrede deutlich, welch schwierige Bedingungen dem vergangenen Jahr zugrunde lagen. Aufgrund des vom Regierungspräsidium Darmstadt angeordneten Befahrungsverbotes, auf Teilabschnitten der Nidda rund um Bad Vilbel, möchte der Hessische Kanu-Verband die Rechtmäßigkeit der Sperrung gerichtlich prüfen lassen. Leider wurde die Klagebefugnis des Verbandes schon zweimal durch das Verwaltungsgericht in Gießen abgelehnt. Thomas Konietzko versicherte, dass der Deutsche Kanu-Verband hier den hessischen Kanuten weiter zur Seite steht und auch finanziell unterstützt. Vizepräsidentin Freizeitsport Petra Schellhorn hat zur aktuellen Situation an der Nidda und den vergeblichen Bemühungen, mit dem RP Darmstadt und dem Wetteraukreis zu einer sportverträglichen Einigung zu kommen, einen offenen Brief verfasst und wird ihn als Presseerklärung an die Medien weiterleiten. 

Der Verband ist auch weiter im Gespräch mit dem Regierungspräsidium Kassel bezüglich der Allgemeinverfügung der Nordhessischen Fließgewässer. Eine wesentliche Änderung der Befahrungsregeln zeichnet sich hier noch nicht ab. Die Planung von Querbauwerken in den Main bei Frankfurt oder die immer noch drohende Verschlammung des Lampertheimer Altrheins sind, neben vielen anderen Bereichen, die großen Themen, mit denen sich der HKV auch in Zukunft befassen wird. 

Jens Perlwitz stand als Präsident 8 Jahre lang an der Spitze des HKV. In dieser Zeit wurden, unter anderem durch mehrere Satzungsänderungen, die Weichen gestellt, dass der HKV weiter zukunftsweisend arbeiten kann. Als Vizepräsident Leistungssport im DKV und als Vorsitzender des Wildwasserrennsport-Komitees in der ICF hat er sein enormes Fachwissen in den Hessischen Kanu- Verband einfließen lassen und dazu beigetragen, dass die Stimme der hessischen Kanuten bei DKV und Landessportbund Hessen (LSBH) Gewicht hat und gerne nachgefragt wird. Zum Abschied wurde er durch den Vorsitzenden des Sportkreises Vogelsberg Werner Eifert mit der Verdienstnadel des Landessportbundes Hessen geehrt. Der Hessische Kanutag wählte Jens Perlwitz im Anschluss zum Ehrenpräsidenten des Hessischen Kanu-Verbandes. 

Neu ins Präsidium wurden, als Vizepräsidentin Finanzen Nicole Ullrich (Kanu-Club Romer Sindlingen) und als Vizepräsident Leistungssport Thomas Sommer (Kanu-Club Lampertheim), gewählt. Zu neuen Kassenprüfern wurden Bernd Kreiling (Wiesecker Kanu-Club) und Ralf Müller (Kanu-Club Darmstadt), als Ersatzkassenprüfer Dr. Reinhard Wagener (Bezirk Untermain) bestimmt. Natascha Dietrich (WVC Kassel) und Peter Hofmann (Hochheimer Kanu-Verein) wurden als Beisitzer und stellv. Beisitzer der Spruch- und Schlichtungskammer wieder gewählt. 

Mit der Bronzenen Ehrennadel des Verbandes wurden Dr. Reinhard Wagener (Bezirksvorsitzender Untermain), Robert Zirrgiebel (Bezirksvorsitzender Altrhein) und Dirk Laun (Vorsitzender der Hessischen Kanujugend) ausgezeichnet. 

Hajo Heymel vom Witzenhäuser Kanu-Club weiß was es heißt vor dem nichts zu stehen. Im letzten November wurde das Bootshaus des Traditionsvereins ein Raub der Flammen. Das Feuer vernichtete alle Boote und das Zubehör. Jens Perlwitz überreichte deshalb im Namen des Hessischen Kanu-Verbandes eine Soforthilfe in Höhe von 2.500,00 Euro an den Vereinsvorsitzenden. 

Der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes Thomas Konietzko würdigte das große Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter im Hessischen Kanu-Verband. Bei Durchsicht der Ergebnislisten nach nationalen und internationalen Wettkämpfen, waren überdurchschnittlich viele hessische Boote auf den vordersten Plätzen zu finden. Auch betonte er die Wichtigkeit der Zusammenarbeit des Deutschen Kanu-Verbandes mit kommerziellen Kanuanbietern, insbesondere beim Kampf um den Erhalt unseres Sportplatzes, das Gewässer. Die geplante Herabstufung von Bundeswasserstraßen und die damit verbundenen negativen Auswirkungen, insbesondere im Bereich der Erhaltung von Schleusen, muss entgegen gewirkt werden.

Für die Hessischen Kanuten war es eine besondere Bereicherung an diesem Tage einmal persönlich mit dem Präsidenten des Deutschen Kanu-Verbandes ins Gespräch zu kommen und von ihm die aktuellen Informationen und Entwicklungen im DKV zu erfahren. Vom 18.04.-27.04.2014 feiert der Deutsche Kanu-Verband das 100 jährige Jubiläum. Zu dieser Festwoche in Hamburg sind alle Kanuten herzlich eingeladen. 

In den einzelnen Disziplinen des Leistungssports in Hessen sind auch 2013 wieder hervorragende Ergebnisse erpaddelt worden. Dies ist unter anderem auch der Verdienst der hessischen Vereins- und Landestrainer, die ihre Sportlerinnen und Sportler in gewohnt hoher Qualität betreuen und ausbilden und somit die Grundlagen schaffen, dass sich junge Talente zu herausragenden Athleten entwickeln. 

Die Kanujugend hat auch im vergangen Jahr wieder Top-Events auf die Beine gestellt, die von den Jüngsten unseres Verbandes sehr stark nachgefragt wurden. Das Team der Hessischen Kanujugend, um seinen Vorsitzenden, „Mister 100.000 Volt“ Dirk Laun, schafft es immer wieder, junge Menschen aus verschiedenen Vereinen und unterschiedlichen Disziplinen zusammen zu bringen und gemeinsam ein WIR-Gefühl zu schaffen, egal ob die Jugendlichen aus dem Freizeitsport oder Leistungssport kommen. Als Dankeschön für die hervorragende Arbeit für die Kanujugend überreichte Christoph Daniel noch ein phantasievolles Geschenk an Dirk Laun. 

Eine weitere Ehrung erfolgte zum Abschluss des Kanutages. Der Name Peter Hofmann (Hochheimer Kanu-Verein) ist ein Begriff in der Kanuwelt, nicht nur in Hessen, sondern auch über unsere Landesgrenzen hinaus. Fast 3 Jahrzehnte war er verantwortlich für die Fachübungsleiterausbildung im HKV. Unzählige Vereinstrainer wurden von ihm und seinem Lehr-Referenten-Team in dieser Zeit ausgebildet. Für seine besonderen Verdienste und in Würdigung seiner Lebensleistung zum Wohle des Kanusports, wurde Peter Hofmann auf dem Hessischen Kanutag in Alsfeld zum Ehrenmitglied des Hessischen Kanu-Verbandes ernannt.

 

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Es lohnt sich, im Kanu-Club dabei zu sein: Informationen über attraktive Touren, persönliche Erfahrungen zu Booten und Ausrüstung, Teilnahme an Fahrten oder auch einfach nur mit Freunden paddeln – die Zugehörigkeit zum Kanu-Club bietet zahlreiche Vorteile!

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Alle Kanu-Sportvereine erhalten die Möglichkeit, jedes Vereinsmitglied kostenfrei mit seinem ersten Deutschen Sportausweis auszustatten und damit personalisierte Mitgliedsausweise für verwaltungstechnische Belange ihres Sports einzusetzen.

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Kanufahren ist ganz einfach – wenn man genügend geübt hat. Natürlich kann man versuchen, sich das Kanufahren selbst beizubringen; dies ist aber die mühseligste Variante. Am Besten ist das Kanufahren im Verein zu erlernen.

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