VERBANDS NEWS

Über den Tellerrand blicken

Erstmalig veranstaltete der Hessische Kanu-Verband vom 23.01.-25.01.2015 einen disziplinübergreifenden Lehrgang mit den Sparten Kanuslalom, Kanuwildwasserrennsport, Kanurennsport, Kanudrachenboot und Kanufreestyle. Unter Organisation von Vizepräsident Leistungssport Thomas Sommer trafen sich in der Sport- und Bildungsstätte Sensenstein 61 Sportler/innen und 17 Trainer/innen und Betreuer/innen, um sich, in der Verbindung mit Sport, kennenzulernen. Hierbei ging es nicht nur um den Blick über den Tellerrand in eine andere Sparte des Kanusportes, um verschiedene Ausgleichssportarten und Methoden zu sehen, sondern auch um den Austausch zwischen den Sportler/innen und Trainer/innen. 

Nach der Anreise am Freitag, dem Zimmer beziehen und dem Abendessen, wurde das Wochenende von der Kanujugend, vertreten durch Michael Hein, Dirk Laun und Irina Laun – alias Bimmel, Bammel und Bommel - eröffnet. In bunt gemischten Gruppen gab es Aufgaben, wie die Gruppe über einen „reißenden Fluss“ zu bringen, mit 5 Blättern Zeitung, dabei waren einem die Augen verbunden und zwei Sportler aneinander gekettet. Eine weitere Aufgabe war eine Pipeline zu bauen und so schnell wie möglich eine Kugel 40 m durch die komplette Sporthalle zu transportieren. Zum Abschluss des Abends wurde mit der Pipeline ein großer Stern als Symbole für unseren Sport kreiert. Am Samstagmorgen ging es schon früh mit einem Morgenlauf los. Um 7.00 Uhr bei Minus 2 Grad Außentemperatur setzte sich, noch im Dunkeln, eine Masse von 60 Personen in Bewegung, um sich den Schlaf aus den Augen zu treiben. Nach dem Frühstück wurden die Sportler dann nach Alter und Geschlecht auf 6 Gruppen verteilt und durchwanderten im Stundentakt verschiedene Bausteine des Programms.

Kirsten Brüning vermittelte in ihrer Ernährungsberatung den Sportlern was ihr Körper zur optimalen Energiezufuhr am Tag braucht und was sich ein Sportler auch durchaus mal können darf. Auch den Kinder und Jugendlichen bewusst zu machen, was sie so manchmal zu sich nehmen, gehörte mit in diese Lehreinheit.

Áuf dem Sportplatz wurde von Viktor Massini und Patrick Kroener ein Lauftraining angeboten. „Trepp auf Trepp ab“, über Tore springen, zwischen durch Liegestütze und Seilspringen, da kam man auch bei den kalten Temperaturen ins Schwitzen.

In der Sporthalle wurden die Kanuten von Dirk Laun in die Trendsportarten Frisbee (Discgolf) und Football eingeweiht. In der Nachbarhalle mussten in Team Arbeit und auf der Basis von Vertrauen diverse Aufgaben gelöst werden. Die Erlebnispädagogik von Birgit Barth umfasste die Problematik, ein Glas Wasser auf einer Folie zu transportieren, einen Ball nur mit Hilfe der selbigen Folie über ein Hindernis in das Ziel zu bringen und bis dahin die gesamte Gruppe nach und nach auf eine Wippe zu platzieren.

Im Schwimmbad wurde von Holger Lenz ein Training mit Spielbooten angeboten. Für die Rennsportler waren es eine teilweise neue Erfahrung mit einem Boot zu rollen, die Slalom und Abfahrtsfahrer konnten mal einen anderen Bootstyp ausprobieren und versuchen ein paar Tricks von den Freestylern zu erlernen.

Für viele eine ganz neue Erfahrung war sicherlich das Angebot von Irina Laun einer rhythmischen Tanzgymnastik. Vor allem die männlichen Sportler gingen eher skeptisch in diese Stunde und entpuppten sich teilweise als echte Talente. Irina hätte sich im Vorfeld bestimmt nicht träumen lassen, dass eine reine männliche Gruppe eine Zugabe verlangt. Hier zeigte es sich mal wieder, dass es sich durchaus lohnt, über den Tellerrand zu schauen.

Im Lauf des Tages fing es, zur Freunde einiger Sportler, an zu schneien und gegen Abend wurde das Ganze dann eher zur Rutschpartie, so dass die Planungen für den nächsten Tag, der Morgenlauf und der 800 m Zeitlauf, auf dem Sportplatz abgesagt werden mussten. Nach dem Abendessen konnten die Sportler sich den Abend noch mit Fußball und Volleyball, Kanu Film schauen oder Sauna gestalten.

Am nächsten Morgen standen dann noch die Anti-Dopingschulung und die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens auf dem Programm. Für den Rennsport schon seit Jahren im Programm, war es für den einen oder anderen Sportler neu, sich in den Disziplinen Ballwurf, Standweitsprung, Hochsprung, Schwimmen und Seilspringen mit anderen Kanuten zu messen. Doch auch hier lernten einige Sportler neue Seiten an sich selbst kennen und so manch ein Protest schwenkte im Laufe des Tages in Begeisterung über. Nach dem Mittagessen gab es noch einmal eine gemeinsame Zusammenkunft, bevor jeder die Heimreise antrat, mit neuen Ideen und Zuversicht für die bevorstehende Saison im Gepäck.

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Es lohnt sich, im Kanu-Club dabei zu sein: Informationen über attraktive Touren, persönliche Erfahrungen zu Booten und Ausrüstung, Teilnahme an Fahrten oder auch einfach nur mit Freunden paddeln – die Zugehörigkeit zum Kanu-Club bietet zahlreiche Vorteile!

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Alle Kanu-Sportvereine erhalten die Möglichkeit, jedes Vereinsmitglied kostenfrei mit seinem ersten Deutschen Sportausweis auszustatten und damit personalisierte Mitgliedsausweise für verwaltungstechnische Belange ihres Sports einzusetzen.

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Kanufahren ist ganz einfach – wenn man genügend geübt hat. Natürlich kann man versuchen, sich das Kanufahren selbst beizubringen; dies ist aber die mühseligste Variante. Am Besten ist das Kanufahren im Verein zu erlernen.

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